Aufnahme deutschstämmiger Berühmtheiten in die German-American Hall of Fame

(v.l.n.r.) Rita Crosby, Tony Morante (Historiker der NY Yankees), Bill Hetzler

New York, NY – Die German-American Hall of Fame (GAMHOF) lud zur Aufnahme weltbekannter Persönlichkeiten deutscher Abstammung im Atrium des Trump Towers an der Fifth Avenue ein.
Vorsitzender William Hetzler hiess die Gäste mit seinem ansteckenden Enthusiasmus herzlich willkommen, nachdem die deutsche und die von Tomaczek Bednarek, einem preisgekrönten Sänger und Lederkomponist, gesungene amerikanische Nationalhymne verklungen war. Rita Cosby, preisgekrönte Fernseh- und Radio Persönlichkeit, führte mit dem gleichen Enthusiasmus durch das abwechslungsreiche Programm.

Eric Braeden erblickte 1941 als Hans Gudegast in Kiel das Licht der Welt. Er zählt zu den meistbekannten TV- und Filmschauspielern in den Vereinigten Staaten. Eric empfing “Emmy”-Auszeichnungen und spielte bereits sei 1981 die Hauptrolle in “The Young and the Restless”. Sein Rückblick auf die in Deutschland verbrachten Jahren erweckte zahlreichen Erinnerungen unter den Gästen und begeisterter Beifall dankte ihm.

Wer kennt nicht Doris Day, eine Ikone und beliebte Schauspielerin in der Filmwelt, sowie weltweit verehrte Sängerin. Ihre vier Grosseltern wanderten aus der deutschen Heimat nach Amerika aus. Herbert Stupp, der von 1994 bis 2001 als vierter Commissioner des NYC Department for the Aging, sowie als Kabinettsmitglied unter Bürgermeister Rudolph Giuliani diente, sprach die Laudatio über Doris Day, die der Zeremonie bedauerlicherweise nicht beiwohnen konnte, aber einen herzlichen Dankesbrief sandte.

Henry Steinway, als “Heinrich Engelhard Steinway” 1797 in Deutschland zur Welt gekommen, emigierte von Braunschweig nach New York City in 1850. Er gründete die berühmte “Steinway & Sons” Piano Corporation. Steinway Pianos wurden zu 95% der Konzerthallen weltweit geliefert. Es war “ein deutscher Faden, der in den amerikanischen Bildteppich eingewebt” wurde. Robert Burger nahm die geschätzte Urkunde in Empfang und sie erhält den Ehrenplatz in der Firma.

Lou Gehrig wurde 1903 in Manhattan als Sohn deutscher Einwanderer, Heinrich und Christina Gehrig, geboren. Henry Louis (“Heinrich Ludwig”) besuchte das Columbia College; aber trotz seiner hervorragenden akademischen Leistungen, konnte seine Stärke und sein Geschick beim Baseballspiel nicht übersehen werden. Er erreichte Rekorde als fortlaufender Spieler, der während einer Saison die meisten Runden schlug, sowie die grösste Anzahl der “Grossen Schläge” in einer Lebenszeit. Dennoch wird seine unvergessliche Rede “I consider myself the luckiest man on the face of the earth” mit hoher Wahrscheinlichkeit, als einer der ergreifensten Abschiede aller Zeiten in Erinnerung bleiben. Der Ahnenforscher Brian Andersson brachte diese Rede Gehrig’s vom 4. Juli 1939 im Yankee Stadion wieder in Erinnerung. Tony Morante, Fremdenführer und Historiker der NY Yankees, sorgt dafür, dass die Urkunde einen würdigen Platz im Heim der Yankees erhält.

(v.l.n.r.) Consul General Brita Wagener, Dr. Ruth Westheimer, Eric Zabel, Gisela Lewis

Bill Hetzler liess es sich nicht nehmen, Dr. Ruth Westheimer persönlich vorzustellen. Die Wiege der bekanntesten Sextherapeutin der Welt, sowie Autorin und bedeutenden Professorin, stand in Wiesenfeld, Deutschland. Die orthodox-jüdischen Eltern des 1928 geborenen Mädchens verhalfen ihr in 1939 zur Flucht mit einem Kindertransport in die Schweiz, um bedrohte Kinder während des “Dritten Reiches” in Sicherheit zu bringen. Dr. Ruth liess es sich nicht nehmen, wohlmeinende Ratschläge zu erteilen und es kann wirklich behauptet werden: “Klein, aber oho!”

Die German-American Hall of Fame (GAMHOF) wurde 2004 als “non-profit 501(c)(3) Organisation von prominenten Deutschamerikanern deutscher Abstammung ins Leben gerufen. Das GAMHOF Kuratorium ehrt und präsentiert nennenswerte Amerikaner deutscher Abstammung mit der Aufnahme in the German-American Hall of Fame. Diese aufgenommenen Persönlichkeiten brachten aussergewöhliche und unersetzliche Beiträge zum Wachstum und der Entwicklung der Vereinigten Staaten von Amerika bei. Ihr Wirken, ihre Rechtschaffenheit und Errungenschaften dienen als Ideale for uns alle und für den weiteren Erfolg dieser ausserordentlichen Nation.


Text & Photos:
Christa K. Wimmer