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» Zorc denkt an Torfall von Madrid – BVB ließ nachts Tore nachmessen(Foto – Archiv)



Kurz vor Anpfiff zum Champions-League-Halbfinale zwischen Real und dem BVB war am 1. April 1998 eines der Tore umgekippt. Spanische Fans hatten einen Schutzzaun erklommen, der in Richtung Tribüne umknickte und das daran befestigte Tor mitriss. Da auf die Schnelle kein Ersatztor beschafft werden konnte, begann das Match schließlich mit 76-minütiger Verspätung. Niemand habe zuvor gewusst, ob und wann es am Abend weitergehe, erinnerte sich Zorc.

«Das Schlimmste in solchen Situationen ist die Ungewissheit. Und du musst trotzdem die Spannung hochhalten. Offensichtlich gelingt es der Heimmannschaft besser als den Gästen», betonte Zorc. Denn der BVB verlor das bis kurz vor Mitternacht gehende erste Halbfinale 0:2 und schied nach einem 0:0 im Rückspiel gegen die Madrilenen aus.

Der damalige Medienchef Josef Schneck verriet, dass es ein Nachspiel gab. Denn als der BVB-Tross längst wieder im Hotel war, kam man auf die Idee, die Tor-Maße zu überprüfen. Schneck und Organisationsleiter Christian Hockenjos schlichen mit einem geliehenen Maßband nachts ins Bernabeu. «Wir haben uns als UEFA-Mitarbeiter ausgegeben und gesagt, wir müssten die Maße der Tore ausmessen», meinte Schneck. «Das neue Tor hatte die richtigen Maße. Kurioserweise aber war das andere nicht hoch genug. Das hat aber logischerweise keinen interessiert.»

03:06 28-03-2018
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sb btm

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