Friday, June 23, 2017   Last Update: 4:33 AM EST
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Welfenschatz – Preußenstiftung geht in den USA in Berufung


Beim Welfenschatz handelt es sich um kostbare Altaraufsätze, Schmuckkreuze und Schreine aus dem Braunschweiger Dom. Die SPK hat die 44 Goldreliquien seit der Nachkriegszeit in ihrer Obhut. Sie wehrt sich gegen die Klage von Nachfahren von vier jüdischen Kunsthändlern. Die Erben argumentieren, der Schatz sei ihren Vorfahren von den Nazis scheinlegal weggenommen worden. Die Preußen-Stiftung bestreitet, dass es sich um NS-Raubkunst handelt.

«Wir sind (...) weiterhin der Ansicht, dass der Verkauf des Welfenschatzes 1935 kein NS-verfolgungsbedingter Zwangsverkauf und die Klage daher auch in der Sache unbegründet ist», erklärte Parzinger in einer am Freitagabend verbreiteten Mitteilung. «Zu dieser Auffassung sind wir nach gründlicher Forschung gelangt. Die Beratende Kommission hat sie bestätigt und 2014 festgestellt, dass eine Restitution in diesem Fall nicht angemessen wäre.»

Parzinger betonte, dass die jahrelange Praxis der SPK zeigt, dass sie sich für faire und gerechte Lösungen bei der Restitution von NS-Raubgut im Sinne der Washingtoner Prinzipien einsetze - «dies hat sich nicht geändert.» Nach Angaben der Kläger ist der Welfenschatz heute mindestens 220 Millionen Euro wert.

19:07 21-04-2017




 
 
 
 
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