Friday, November 24, 2017   Last Update: 10:53 PM EST
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UN fordern Ende der Gewalt gegen muslimische Minderheit in Myanmar


Rund 370 000 Rohingya sind mittlerweile aus Myanmar ins Nachbarland Bangladesch geflohen, doch der UN-Sicherheitsrat war bislang stumm geblieben. Jetzt trat das Gremium zusammen, aber mehr als eine dürre Erklärung kam nicht dabei heraus. Der UN-Chef wird da deutlicher.

Der UN-Sicherheitsrat befasste sich am Mittwoch erstmals seit der Eskalation des Konflikts mit dem Thema, allerdings hinter verschlossenen Türen. Es habe einen «sehr ausgedehnten Austausch von Ansichten» gegeben, sagte der äthiopische UN-Botschafter und derzeitige Ratspräsident Tekeda Alemu nach dem Treffen. Die Mitglieder des Rates seien «sehr besorgt» und forderten alle Beteiligten auf, Schutz und Sicherheit der Rohingya sicherzustellen.

Beobachter kritisierten die Erklärung des Sicherheitsrats als nicht weitreichend genug. Er hätte sich gewünscht, «dass es ein bisschen weitergeht», sagte Alemu. Als Präsident des Sicherheitsrats könne er aber nur mitteilen, worauf sich das Gremium geeinigt habe.

Zwei hochrangige Treffen zu dem Konflikt seien am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung, die am kommenden Dienstag beginnt, angesetzt worden, sagte der britische UN-Botschafter Matthew Rycroft. Manmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi hatte ihre Teilnahme an der Vollversammlung allerdings abgesagt.

Myanmar steht wegen des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen die muslimische Minderheit der Rohingya derzeit massiv in der Kritik. Nach UN-Angaben sind mittlerweile etwa 370 000 Rohingya aus Myanmar ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Die Rohingya werden von Myanmar nicht als Staatsbürger anerkannt. Im Vielvölkerstaat Myanmar, dem ehemaligen Birma, ist die große Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens.

03:52 14-09-2017




 
 
 
 
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