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» Umwelthilfe misst selbst: Stickoxid-Belastung «flächendeckend»



Resch forderte, die Politik dürfe sich nicht nur um bekannte Hotspots etwa in Stuttgart, München, Hamburg oder Düsseldorf kümmern. Die Messaktion an 559 verkehrsnahen Orten von 1. Februar bis 1. März mit sogenannten Passivsammlern an habe weitere Städte mit hoher Belastung identifiziert, darunter das hessische Alsfeld oder Aschaffenburg in Bayern. Dort ermittelte die DUH für Februar eine mittlere Belastung von mehr als 40 Mikrogramm pro Kubikmeter - dies ist allerdings der EU-Grenzwert für das Jahresmittel.

Auch die sehr detaillierten EU-Vorgaben dazu, wo amtlich gemessen werden muss, hat die DUH nach eigenen Angaben nicht beachtet. «Natürlich hat unsere Messung überhaupt keine rechtliche Relevanz», sagte Resch. Es gehe darum, politisch Druck zu machen und darauf hinzuweisen, dass das Stickoxid-Problem nicht gelöst werde, indem etwa um bestimmte Messstellen herum Fahrverbote erlassen würden.

Ute Dauert vom Umweltbundesamt kommentierte die DUH-Aktion zurückhaltend: «Natürlich verbessern mehr Messungen prinzipiell die Datenlage», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Es würden aber nur «Mosaiksteinchen» ergänzt. Die Messnetze der Bundesländer lieferten ein vollständiges Bild. «Außerdem lassen sich Messdaten durch Modellierung übertragen, man muss also nicht flächendeckend im Detail nachmessen.»

12:20 22-03-2018
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sb btm

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