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Türkische Regierung fordert Aufklärung nach Anschlägen auf Moscheen


In der Mitteilung hieß es, die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK habe den Brandanschlag in Lauffen für sich reklamiert. Weder auf der Internetseite der PKK noch bei der PKK-nahen Agentur Firat war ein solches Bekenntnis zu finden. Die kurdische Internetseite «Nuce Ciwan» («Jugend-Nachrichten») hatte berichtet, es habe sich in Lauffen um eine Aktion kurdischer Jugendlicher «gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des faschistischen, türkischen Staates» im syrischen Afrin gehandelt.

In der Region Afrin geht die türkische Armee seit dem 20. Januar mit einer Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG vor. Die Türkei stuft die YPG wegen ihrer Verbindungen zur PKK als Terrororganisation ein. Der türkische Moscheeverband Ditib hatte nach dem Brandanschlag auf die Ditib-Moschee in Berlin-Reinickendorf ebenfalls einen «besseren Schutz der Moscheen und schnelle Aufklärung» gefordert.

«Nuce Ciwan» hatte am Wochenende eine Erklärung einer «Kurdischen Jugendinitiative» verbreitet, in der es hieß: «Wenn uns niemand zuhören will, werden wir jede Innenstadt Europas in Schutt und Asche legen. Egal wie und egal was an diesem Tag brennt, Europa muss verstehen, das wir nicht zulassen werden, dass Afrin fällt.» In der Erklärung wurden «radikale Aktionen» am Montagabend angekündigt.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin teilte am Sonntag mit: «Die örtlich zuständigen Behörden beobachten die Situation und treffen falls erforderlich notwendige Vorkehrungen.» Die bisherige
Sicherheitsbewertung habe sich nicht geändert. Neben den beiden Moscheen waren in den vergangenen Tagen auch ein deutsch-türkischer Verein und ein türkischer Gemüseladen angegriffen worden.

10:04 12-03-2018




 
 
 
 
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