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Triennale der Moderne und Ausstellung über Weimar als Modellstadt


In Weimar bündelt sich Architektur von der frühen Weimarer Republik, über das NS-Gauforum bis zur DDR auf engstem Raum. Dazwischen entsteht das Neue Bauhaus-Museum. Das bietet Stoff für Diskussionen.

Das neue Museum entsteht zum 100. Jubiläum der Architekturschule zwischen Herzoglichem Museum, NS-Gauforum und Weimarhalle. Der Standort an einem der geschichtsträchtigsten Orte Weimars sei eine Chance und zugleich eine Verpflichtung und Herausforderung, sagte Kurator Harald Bodenschatz. Man dürfe solche Orte nicht länger verharmlosen und beiseite schieben, sondern müsse sie umnutzen.

Er verwies auf Städte wie München, wo es Pläne gibt, das «Haus der Kunst» wiederherzustellen oder das von den Nazis in Prora erbaute «KdF-Seebad Rügen». Über einen neuen Umgang mit solchen Objekten müsse gestritten werden. In Weimar soll mit dem Neuen Bauhaus-Museum im Zentrum ein neues Museumsviertel entstehen, das die politischen Verhältnisse und Bedingungen nicht außer Acht lässt.

Im ehemaligen Gau-Forum, das einzige, das in der NS-Zeit gebaut wurde, wird die Dauerausstellung der KZ-Gedenkstätte Buchenwald zu den Zwangsarbeitern seinen dauerhaften Platz finden. Daneben ragt das Studentenwohnheim «Langer Jakob» in die Höhe, mit dem die DDR ein Gegenstück zur NS-Architektur setzen wollte. Das Neue Bauhaus-Museum soll Ende 2018 vor dem 100. Gründungstag der Schule übergeben werden.

Die Ausstellung am Theaterplatz, die bis 5. Dezember zu sehen ist, ist zugleich Auftakt für den Weimar-Part der «Triennale der Moderne» in den drei Ursprungsorten des Bauhauses: Weimar, Dessau und Berlin.

13:03 29-09-2016




 
 
 
 
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