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Starker Euro verdirbt den Jahresstart


Der MDax der mittelgroßen Werte büßte 0,52 Prozent auf 26 064,73 Zähler ein, und der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,26 Prozent auf 2522,35 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab ebenfalls etwas nach.

Der Euro notiert derzeit auf einem Niveau, das er zuletzt Ende September 2017 erreicht hatte. Eine Verteuerung der Gemeinschaftswährung kann den exportlastigen Unternehmen hierzulande den Absatz ihrer Waren außerhalb der Eurozone erschweren.

Klares Schlusslicht im Dax waren die Aktien der Lufthansa, die um 4 Prozent auf 29,49 Euro absackten. Nachdem die Kranichlinie 2017 noch mit einem Plus von gut 150 Prozent der unangefochtene Überflieger des Jahres im Dax gewesen war, machten die Anleger nun Kasse.

Ein Argument für Gewinnmitnahmen lieferte die jüngste Niki-Meldung: Die British-Airways-Mutter IAG kauft die Aktivitäten der insolventen früheren Air-Berlin-Tochter zum Preis von 20 Millionen Euro. Damit stärkt laut Börsianern ein Lufthansa-Wettbewerber auf heimischem Terrain seine Position.

Der starke Euro drückte insbesondere die Anteilsscheine der exportlastigen Autobauer ins Minus. So fielen die Aktien von Daimler, Volkswagen und BMW um jeweils rund 2 Prozent.

Die von einem Bilanzskandal durchgeschüttelten Aktien von Steinhoff legten an der MDax-Spitze um knapp 12 Prozent auf 0,354 Euro zu. In den ersten Minuten waren die Papiere des Möbelkonzerns gar um über 22 Prozent angesprungen. Seit ihrem Kurseinbruch unter 1 Euro Anfang Dezember sind sie als Pennystock ein Spielball für Spekulanten. Auch die Bilanzen bestimmter Gesellschaften aus dem Jahr 2015 stehen auf dem Prüfstand und müssen angepasst werden.

10:22 02-01-2018




 
 
 
 
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