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Spannende Frankreich-Wahl hält Börsianer in Atem


Die auch für die Zukunft der EU wichtige Abstimmung hatte bereits in dieser Woche Teile des Handels mitbestimmt. Der deutsche Leitindex Dax schloss am Freitag 0,18 Prozent höher bei 12 048,57 Punkten. Auf Wochensicht bedeutete dies ein Minus von einem halben Prozent.

Am europäischen Aktienmarkt sei das Risiko des engen Rennens um den Élysée-Palast nicht eingepreist, glaubt Analyst Sebastian Raedler von der Deutschen Bank. Im Gegenteil: Die Bewertung zeige - gestützt auf die weltweite Konjunkturbelebung - einen gewissen Vertrauensvorschuss, schrieb der Experte in einer Studie.

Mit der Vertreterin des rechtsradikalen Front National, Marine Le Pen, und dem linken Jean-Luc Mélenchon stellen zwei der Kandidaten den Verbleib Frankreichs in der Eurozone in Frage. Andererseits will der laut Umfragen aussichtsreichste Kandidat Emmanuel Macron das Land mit Reformen voranbringen. «Doch wie viel Umfragen wert sind, wissen die Börsen spätestens seit dem Brexit-Votum und dem US-Wahlsieg von Donald Trump», sagte Jochen Stanzl vom Wertpapierhändler CMC Markets.

Neben dem Ausgang der Frankreich-Wahl blicken die Anleger in der neuen Woche auf die Berichtssaison der Unternehmen. Hierzulande ist dabei der Donnerstag der Höhepunkt, wenn allein 15 Firmen aus Dax, MDax, TecDax und SDax Quartalsbilanzen vorlegen. Davon kommt mit BASF, Lufthansa, Bayer, Beiersdorf und der Deutschen Bank ein Drittel aus dem deutschen Leitindex. Aus dem Dax veröffentlichen zudem am Dienstag der Softwarehersteller SAP und am Mittwoch der Autobauer Daimler sowie die Deutsche Börse Geschäftszahlen. Am Freitag stehen die Zahlen des Industriegase- und Anlagenherstellers Linde auf der Agenda. Hinzu kommen im Wochenverlauf Bilanzen großer US-Konzerne.

Der Donnerstag steht zudem im Zeichen des Zinsentscheids der Europäischen Zentralbank (EZB). «Dabei werden die Währungshüter in ihrer Sitzung die französischen Präsidentschaftswahlen kritisch hinterfragen», vermutet die Helaba. Eine geldpolitische Kursänderung werde angesichts der politischen Unsicherheit nicht erwartet.

Zum Wochenbeginn rücken zunächst aber mit dem Ifo-Geschäftsklimaindex wichtige Daten zur Stimmung in den deutschen Unternehmen in den Fokus. Laut der Postbank dürfte der Index im April von seinem mit 112,3 Punkten höchsten Niveau seit Mitte 2011 auf 112,0 Punkte gesunken sein. Interessieren dürften zum Wochenausklang dann auch noch Zahlen zum Wirtschaftswachstum in den USA für das erste Quartal.

16:13 21-04-2017




 
 
 
 
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