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Schulz erhält Dämpfer – mit 81,9 Prozent als SPD-Chef wiedergewählt


Als Schulz im März den Parteivorsitz übernommen hatte, war er mit 100 Prozent der Stimmen gewählt worden. Nach diesem Ergebnis habe er schwere Zeiten erlebt, sagte Schulz am Donnerstagabend nach der Abstimmung mit Blick auf den Absturz bei der Bundestagswahl auf 20,5 Prozent. «Ich wünsche mir, dass auf der Grundlage dieses Ergebnisses bessere Zeiten kommen.»

Der Wiederwahl des Parteichefs war eine rund fünfstündige kontroverse Debatte über die Zukunft der SPD vorausgegangen. Der Parteivorstand setzte sich mit seinem Vorschlag durch, ergebnisoffene Gespräche mit der Union über eine Regierungsbildung zu führen.

Drei Ergebnisse sind möglich: Neuauflage der großen Koalition, Tolerierung einer Minderheitsregierung und Neuwahlen. «Es gibt keinen Automatismus für irgendetwas», versprach Schulz. Die Jusos hätten eine weitere große Koalition mit der Union gern ausgeschlossen.

Schulz hatte vor der Abstimmung eindringlich für Gespräche mit der Union geworben. «Wir müssen nicht um jeden Preis regieren. Aber wir dürfen auch nicht um jeden Preis nicht regieren wollen», sagte der 61-Jährige in seiner mehr als einstündigen Rede. Darin übernahm er auch die Verantwortung für das historisch schlechte Wahlergebnis und bat Partei und Wähler um Entschuldigung.

Bereits in der kommenden Woche will Schulz nun mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer sprechen. Die CDU begrüßte den Beschluss der SPD und bekräftigte das Ziel, «eine verlässliche und stabile Regierung für unser Land zu bilden». Die CSU erwartet «harte Verhandlungen».

19:09 07-12-2017




 
 
 
 
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