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Saudi-Arabien will Blockade über Flug- und Seehafen im Jemen aufheben


Seit rund drei Jahren tobt im Jemen ein Bürgerkrieg. Die Infrastruktur ist zerstört, Millionen Menschen brauchen dringend Hilfe. Doch humanitäre Güter kamen zuletzt kaum ins Land.

Demnach sollen von Donnerstag an wieder Hilfstransporte auf dem Flughafen der Hauptstadt Sanaa und im Seehafen Hudaida im Westen des Landes ankommen dürfen. Beide sind für den Transort humanitärer Güter entscheidend, stehen aber unter Kontrolle der schiitischen Huthi-Rebellen, die von dem Bündnis bekämpft werden.

Saudi-Arabien hatte Anfang des Monats eine Blockade über die Flug- und Seehäfen des Jemens verhängt. Das Königreich reagierte damit auf einen Angriff der Huthis auf die saudische Hauptstadt Riad mit einer Rakete. Hilfsorganisation warnten, die Blockade gefährde das Leben von Millionen Menschen in dem ohnehin bettelarmen Land. Dem Jemen drohe eine der weltweit schlimmsten Hungerkatastrophen.

Schon jetzt sind in dem Bürgerkriegsland mehr als 20 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Kämpfe und Luftangriffe der saudischen Koalition haben große Teile der Infrastruktur zerstört.

Die von Saudi-Arabien angeführte Koalition blockierte nach Angaben der Vereinten Nationen in den vergangenen Tagen 32 geplante humanitäre Hilfsflüge in den Jemen. Zudem habe das Bündnis auf Anfragen für neue Hilfsflüge nicht reagiert, sagte UN-Sprecher Farhan Haq in New York. Nur Flüge in die von saudischen verbündeten kontrollierte Stadt Aden im Süden des Jemens waren demnach möglich.

In dem armen Land im Süden der Arabischen Halbinsel tobt seit rund drei Jahren ein Bürgerkrieg. Die schiitischen Huthi-Rebellen kontrollieren große Teile des Landes, darunter die Hauptstadt. Ein von Saudi-Arabien angeführtes Bündnis fliegt seit dem Frühjahr 2015 Luftangriffe gegen die Huthis. Das sunnitische Königreich wirft ihnen vor, sie erhielten Waffen vom schiitischen Iran, dem Erzfeind Riads.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) wies zugleich einen Bericht der jemenitischen Nachrichtenagentur Saba zurück, erstmals seit Beginn der saudischen Blockade sei am Mittwoch wieder eine Maschine mit Hilfsgütern in Sanaa angekommen. Eine kleine Maschine habe lediglich fünf Mitarbeiter ausgeflogen, die medizinische Hilfe gebraucht hätten, sagte eine IKRK-Sprecherin.

16:38 22-11-2017




 
 
 
 
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