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Pop-Art-Künstler Peter Blake wird 85


Am bekanntesten ist sein Cover für das Beatles-Album «Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band», einer bunten Sammlung an Promis der 60er Jahre. Nun feiert der Pionier der britischen Pop Art seinen 85. Geburtstag.

Aber er legt Wert darauf, dass er lange vor Andy Warhol Ikonen wie Elvis Presley und Marilyn Monroe in seine Bilder und Drucke integrierte, und sich die «Young British Artists» Tracey Emin und Damien Hirst auf ihn beziehen. Sterne, Herzen, Zielscheiben, Regenbogen und Primärfarben diese Elemente benutzt er seit Ende der 50er Jahren immer wieder. Am Sonntag (25. Juni) wird der vielseitige Maler und Grafiker 85.  

Geboren in Kent, wird er bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zu seiner Großmutter aufs Land gebracht. Eine entbehrungsreiche und triste Erfahrung. Kein Wunder, dass er danach anfängt alles zu sammeln was ihm in die Finger kommt: Abzeichen, Comics, Erinnerungsstücke, Spielzeug, Schnickschnack aus Trödelläden. Tätowierungen, Ringe, Jahrmärkte, Schifffahrt vieles inspiriert ihn und taucht später in seinem Werk wieder auf.

In den 1960ern freundet er sich mit den Beatles und Rolling Stones an. Doch als sein Galerist den Beatles-Bassisten Paul McCartney in sein Atelier schleppt und die beiden seltsame Dinge in seinen Bildern sehen, ist ihm klar: Drogen vor allem LSD - sind nichts für ihn. «Sie sagten: Du musst einen Trip werfen, dein Leben ist nicht komplett wenn du es nicht versuchst. Aber ich habe abgelehnt», erzählte er einmal dem «Telegraph».

Trotzdem geben die Beatles vor ziemlich genau einem halben Jahrhundert ein Plattencover bei ihm und seiner damaligen Frau, der feministischen Pop-Art-Künstlerin Jann Haworth, in Auftrag. Er macht sich einen Spaß, setzt den amerikanischen Komiker Lenny Bruce neben den Komponisten Karlheinz Stockhausen, und Musicalstar Fred Astaire reibt sich an Schriftsteller Edgar Allan Po für das Cover «Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band».

Zwei Dinge machen ihm immer noch zu schaffen: Zum einen, dass er für sein bahnbrechendes Plattencover damals nur 200 britische Pfund erhielt und sein angeblich bekiffter Galerist für diesen lächerlichen Betrag alle seine Rechte weggab. «Darüber war ich jahrelang verbittert», gab er in einem Interview mit dem «Telegraph» zu - viele außer ihm machten mit dem millionenfach verkauften «Sgt. Peppers» viel Geld.

Und zum anderen, dass ihn die Kunstwelt nie eindeutig anerkannt hat Blakes Werk reicht von Grafikdesign über Wasserfarben zu collagenhaften Bildern, von Folklore zu Pop Art. «Ich bin wie ein kleiner Schmetterling herumgeschwirrt», sagte er der britischen Zeitschrift «Time Out». «Es verwirrte die Leute und verwirrt sie immer noch. Aber das ist gut. Es ist der Weg, den ich gewählt habe und ich bereue es nicht.»

03:07 19-06-2017




 
 
 
 
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