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Ost-Ausschuss: Wirtschaftssanktionen haben noch lange Auswirkungen


Die EU-Staaten hatten 2014 mit Wirtschaftssanktionen auf die Annexion der Krim und Russlands sonstiges Agieren in der Ukrainekrise reagiert. Sie wurden immer wieder verlängert, zuletzt bis zum Sommer. Russland hatte im Gegenzug ein Einfuhrverbot für Lebensmittel verhängt. Die Sanktionen belasteten auch deutsche Unternehmen. 2017 waren die Exporte aber wieder gestiegen.

«Man muss unterscheiden zwischen kurzfristigen sowie mittel- und langfristigen Folgen», sagte Harms. Kurzfristig habe der Einbruch des Russlandgeschäfts 2014 vor allem am stark gesunkenen Ölpreis und dem Rubelverfall gelegen. Die Sanktionen seien dafür nur schätzungsweise zu 20 Prozent verantwortlich gewesen. «Viel gravierender sind für uns die langfristigen negativen Wirkungen der Sanktionen.» Auch im Falle einer Aufhebung seien die alten Marktanteile kaum wiederzugewinnen.

«Ohne substanzielle Fortschritte in der Ukrainekrise sehen wir kaum eine Chance für eine Aufhebung der gegenseitigen Sanktionen», sagte Harms. «Es kann aber durchaus sein, dass Putin seine letzte Amtszeit nutzen will, um einen Schritt auf den Westen zuzugehen im Ukrainekonflikt. Der Ball liegt klar im Spielfeld Putins.» Der russische Präsident Wladimir Putin (65) steuert bei der Präsidentenwahl am 18. März weitere sechs Jahre als Staatschef an. Harms: «Russland sollte unser strategischer Partner sein, in Sicherheitsfragen und in der Wirtschaft.»

09:10 12-03-2018




 
 
 
 
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