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» Netanjahu während Maas-Besuch zu Korruptionsaffäre befragt



Netanjahu wird verdächtigt, Israels größtem Telekommunikationsunternehmen Bezeq Vorteile gewährt zu haben. Im Austausch dafür soll ein zum Konzern gehörendes Medium positiv über ihn berichtet haben.

Es geht nach den Medienberichten zudem um den Vorwurf, dass die Netanjahus die Ermittlungen behindert hätten. Auch Netanjahus Sohn Jair soll demnach befragt werden. Anfang des Monats war ein zweiter Vertrauter Netanjahus eine Kronzeugen-Vereinbarung in dem Fall eingegangen.

Es sei darum gegangen, «eine Internetseite mit dem Ziel einer besseren Berichterstattung einzuspannen», hatte Judith Tirosch vom Büro des Generalstaatsanwaltes erklärt. Im Gegenzug habe es rechtliche Begünstigungen durch das Kommunikationsministerium, den damaligen Kommunikationsminister Netanjahu und den Generaldirektor des Ministeriums gegeben.

Die Vorteile, die Bezeq verschafft worden seien, hätten sich auf bis zu eine Milliarde Schekel (rund 233 Millionen Euro) summiert. Netanjahu gab das Ministeramt 2017 ab.

Nach gut einjährigen Ermittlungen hatte Israels Polizei bereits im Februar eine Anklage Netanjahus wegen Korruption empfohlen.

Der Regierungschef hat stets jegliches Fehlverhalten bestritten. Alle Entscheidungen zu Bezeq seien von einem Expertengremium getroffen worden. Es gebe eine «Hexenjagd» gegen ihn und seine Familie.

Seit Sonntag besucht Außenminister Maas Israel. Er soll am Nachmittag Netanjahu treffen.

06:42 26-03-2018
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sb btm

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