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» Nach Anschlag auf Hamdallah: Tod im Hamas-Gewahrsam



Die Lage zwischen den größten Palästinenserorganisationen Fatah und Hamas ist weiter aufgeheizt. Nun stirbt der Hauptverdächtige für einen Anschlag auf Ministerpräsident Hamdallah im Hamas-Gewahrsam.

Der Tod des Verdächtigen wurde durch das Hamas-geführte Innenministerium bestätigt. Weitere Angaben zu dem Mann gab es zunächst nicht. Mit dem Verdächtigen wurden auch zwei weitere Personen im Zentrum des Küstengebietes festgenommen.

Vergangene Woche war neben dem Konvoi Hamdallahs kurz nach der Einfahrt in den Gazastreifen ein Sprengsatz explodiert. Auch Geheimdienstchef Madschid Faradsch befand sich bei dem Fatah-Politiker, beide blieben unverletzt.

Anschließend hatte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas die Hamas für den Anschlag verantwortlich gemacht. Er drohte der Hamas mit «nationalen, juristischen und finanziellen Maßnahmen».

Die Fatah-Partei von Abbas und die Hamas hatten nach mehr als zehn Jahren Bruderzwist am 12. Oktober in Kairo ein Versöhnungsabkommen vereinbart. Ziel war eine einheitliche Herrschaft im Gazastreifen und im Westjordanland. Der Annäherungsprozess war allerdings bereits vor dem Anschlag ins Stocken geraten.

Die Hamas hatte die Vorwürfe von Abbas zurückgewiesen. «Was Abbas macht, zielt nicht auf die Hamas ab, sondern ist ein Versuch, (...) die Chancen auf eine Einheit zu untergraben und die Trennung des Westjordanlandes von Gaza zu verstärken», hieß es in einer Hamas-Mitteilung.

Die Hamas hatte 2007 gewaltsam die Macht im Gazastreifen an sich gerissen. Seither regiert Abbas faktisch nur im Westjordanland. Die EU, die USA und Israel stufen die Hamas als Terrororganisation ein.

13:46 22-03-2018
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sb btm

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