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Mörderisches Malmö? Eine Stadt kämpft um ihren Ruf


Seit einem Jahr treiben Morde auf offener Straße das südschwedische Malmö um. Kriminelle Netzwerke stecken dahinter, heißt es. Manche geben der Einwanderung die Schuld. Aufgeklärt ist keine der Taten.

«Wir haben einen drastischen Anstieg an Schießereien und Morden gehabt», sagt der Kriminologe Manne Gerell. 17 Menschen sind in Malmö, einer Stadt mit nur etwa 330 000 Einwohnern, seit Anfang 2016 auf offener Straße getötet worden. Hinzu kommen noch mehrere völlig anders gelagerte Fälle von Mord und Totschlag. Eine Zahl zum Vergleich: In der deutschen Großstadt Hannover mit rund 530 000 Einwohnern gab es im ganzen Jahr 2016 elf vollendete Tötungsdelikte.

Hinter vielen der Taten von Malmö sollen Machtkämpfe in kriminellen Netzwerken stecken. Doch die Polizei ist hilflos, sie hat in vielen Fällen noch nicht einmal einen Verdächtigen präsentiert. «Sie kennen die meisten Menschen, die in diesen Netzwerken aktiv sind, aber sie tun sich schwer damit, Beweise zu finden», meint Gerell.

Der umstrittene russische Sender RT nennt Malmö wegen der Gangs und Gewalttaten das «Chicago Schwedens». Wer an einem Frühlingstag durch den von vielen Migranten bewohnten Stadtteil Möllevången, Spitzname «Möllan» schlendert, sieht statt düsterer Gestalten junge Frauen ihre Kinderwagen vor sich herschieben und Rentner in der Sonne sitzen.

Am Möllevångstorget, erst im Februar Schauplatz eines Verbrechens, geht es geschäftig zu. Im Feinkostladen «Möllans Ost», der von italienischen Würstchen bis zu feinen Konfitüren viele Spezialitäten feilbietet, decken sich drei ältere Damen mit isländischen Bonbons ein. Angst, dass ihr etwas passieren könnte, habe sie nicht, sagt die Verkäuferin. «Es war ja keine zufällige Schießerei.»

An einer Ecke des Platzes erinnern Rosen und ein großes

06:06 21-04-2017




 
 
 
 
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