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Kreise: VW will bis 2022 gut 70 Milliarden Euro investieren


Die Dieselkrise beschäftigt Volkswagen seit 2015. Weshalb Europas größter Autobauer bei Investitionen eher auf Sicht gefahren ist. Jetzt soll ein gewaltiges Milliarden-Budget gestemmt werden für neue Autos und Zukunftstechnologien - trotz hoher Kosten für Streitfälle.

Geklärt werden soll bei den Beratungen der Kontrolleure auch, wo die E-Autos künftig gebaut werden. Im Gespräch ist das Werk in Zwickau. Auch Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte Zwickau ins Spiel gebracht - er will erreichen, dass alle Modelle zunächst in nur einem Werk produziert werden. Die Abgas-Affäre und die Krise des Dieselmotors generell machen Investitionen für VW allerdings zu einem Kraftakt. Allein die Beilegung des Skandals in den USA kostete die Wolfsburger über 25 Milliarden Euro.

Vorstandschef Matthias Müller hatte zuvor angekündigt, dass VW die Investitionen in die Elektromobilität bis 2030 auf 20 Milliarden Euro hochfährt. Bis 2025 bringen die Konzernmarken insgesamt über 80 neue Autos mit E-Motor auf den Markt, darunter rund 50 reine E-Autos und 30 Plug-in-Hybride. Allein in China sollen in den nächsten sieben Jahren gemeinsam mit Partnern zehn Milliarden Euro in die E-Mobilität gesteckt werden.

VW-China-Chef Jochem Heizmann erklärte, der Markt für Elektroautos entwickle sich in der Volksrepublik «schneller als in anderen Teilen der Welt». Indes warnte Autoexperte Stefan Bratzel: «Für E-Mobilität Geld einzusetzen, ist eine Wette auf die Zukunft.»

Denn Elektromobilität oder autonomes Fahren sind teuer in der Entwicklung, zugleich müssen die klassischen Verbrennungsantriebe verbessert werden. In vielen Regionen dürften E-Autos noch für Jahre keine Rolle spielen. Außerdem argumentiert die Autoindustrie, den Diesel noch zu brauchen, um die europäischen Grenzwerte beim «Klimakiller» CO2 zu erreichen.

«Im Moment ist das Geld da, aber man muss es gut einsetzen», erklärte Bratzel. Vor allem mit Blick auf den Wandel zur E-Mobilität betonte er: «Es waren noch nie solche Investitionen notwendig wie für diese Transformation.»

Ein Jahr nach Verabschiedung des «Zukunftspakt» genannten Sparkurses für die Kernmarke VW sehen sich Vorstand und Betriebsrat auf Erfolgskurs. Von den finanziellen Effizienzzielen seien 1,9 Milliarden Euro erreicht - 96 Prozent des für 2017 gesetzten Ziels, wie das Unternehmen mitteilte. Bei der Altersteilzeit sei das Ziel für 2020 zu 94 Prozent erreicht.

Markenchef Herbert Diess betonte: «Wir haben noch einen anspruchsvollen Weg vor uns.» Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte: «Der Zukunftspakt ist eine Erfolgsgeschichte.» Vieles spreche dafür, dass die Effizienzziele auch 2018 erreicht würden.

Der «Zukunftspakt» sollte die lange Zeit renditeschwache Kernmarke für die Zukunft fitmachen - kostet aber auch bis zu 23 000 Stellen in Deutschland. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben, auch sollen 9000 Zukunftsarbeitsplätze entstehen. Ab 2020 sollen mit Hilfe des Pakets jährlich 3,7 Milliarden Euro eingespart werden.

13:09 17-11-2017




 
 
 
 
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