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Skandale, Finanz-Fairplay: Fünf Aufgaben für UEFA-Chef Ceferin


Kür eines neuen Vizepräsidenten, Wahl eines Europa-Vertreters für die FIFA-Regierung, die Finalorte für die Club-Wettbewerbe 2019 - das sind die bestimmenden Themen beim UEFA-Treffen. Besonders im Fokus steht dabei auch Verbandschef Aleksander Ceferin.

SKANDALE: Auch knapp zwei Jahre nach der ersten Sperre für Platini beschäftigt sich der europäische Fußball mit den Nachwehen der vermeintlich überwundenen Skandal-Vergangenheit. Bei der Exekutivsitzung nach dem Kongress wird Ceferin einen Nachfolger von Angel Maria Villar Llona als einen der fünf UEFA-Vizepräsidenten berufen. Der zeitweise wegen Korruptionsvorwurfs festgenommene langjährige Top-Funktionär aus Spanien war zuletzt von seinen internationalen Ämtern zurückgetreten.

Zudem wird in der Schweiz unabhängig davon ein neues europäisches Mitglied für das FIFA-Council gewählt - der Russe Witali Mutko war vom Weltverband nicht mehr zugelassen worden. Da Alexej Sorokin, Chef des russischen WM-Organisationskomitees, als einziger Kandidat antritt, sollte die Wahl ein Selbstläufer sein.

FINANCIAL FAIRPLAY: Mit markigen Worten kündigte Ceferin jüngst striktes Durchgreifen im Transfer-Wahnsinn an. «Ich meine es sehr ernst, ihr werdet sehen. Wenn die Hilfestellungen nichts nützen, werden wir bestrafen. Und zwar hart», sagte er in einem Interview mit mehreren Zeitungen über Verstöße gegen das Financial Fairplay. Fußball-Fans werden Ceferin vor allem daran messen, ob Clubs wie Paris Saint-Germain für ihre kostspieligen Zukäufe büßen müssen.

TRANSFERFENSTER: Im Bestreben, die Auswüchse auf dem Transfermarkt einzudämmen, werden die Rufe nach einem Wechselschluss vor Saisonbeginn lauter. Doch wirklich Abhilfe dürfte nur eine flächendeckende Lösung in den wichtigsten europäischen Ligen bringen. Hier kommt Ceferin eine wichtige Rolle zu - wie auch bei seinem Wunsch nach einer Gehaltsobergrenze für Spieler.

WETTBEWERBE: Für viele Fans sind Nationenliga und die EM 2020 noch weit weg - in der Planung rücken die Neuerungen aber langsam in den Vordergrund. Ceferin muss die Lieblingskinder seines Vorgängers Platini moderieren und erläutern, was die Vorzüge des neuen Wettbewerbs und der ersten Europameisterschaft in 13 Ländern sein sollen. Im September 2018 startet die Nationenliga - die Teams werden dabei in vier Ligen mit Auf- und Abstieg eingeteilt. Die Auslosung der Gruppen in den Ligen ist für Januar kommenden Jahres geplant. Am Mittwoch werden die Finalorte für die Club-Wettbewerbe 2019 bekanntgeben, bei dem Auswahlprozess hat Ceferin zumindest für mehr Transparenz gesorgt.

GEGENPART ZU INFANTINO: Direkt nach Amtsantritt wehrte sich Ceferin gegen Vorwürfe, «die Marionette von (FIFA-Präsident Gianni) Infantino» zu sein. Und so nutzt der Slowene Gelegenheiten, um sein blasses Profil auch mit Kontrapunkten gegen den Weltverband zu schärfen. Die Mammut-WM 2026 mit 48 Teilnehmern lehnte der UEFA-Chef ab, Ideen für Regel-Revolutionen wie ein Shoot-out bei Unentschieden in WM-Gruppenspielen bezeichnete er als «Witz».

11:11 19-09-2017




 
 
 
 
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