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» John Bolton: Diplomaten-Haudegen auf Rechtsaußen zieht ins Weiße Haus(Foto – Archiv)



Bolton gilt durchaus als Fachmann. 2005 zum US-Botschafter bei den Vereinten Nationen ernannt, wird der Sohn eines Feuerwehrmannes aus Baltimore und Absolvent der Elite-Universität Yale für seine Intelligenz und seinen Dickkopf geschätzt. Und als hartnäckiger Verfechter eines amerikanischen Nationalismus. Der UN-Sicherheitsrat dürfte eigentlich nur mit einer Nation besetzt werden, sagte er einmal: natürlich mit den USA. Die EU hält er für eine «abgestumpfte Bürokratie».

Die nordkoreanische Nachrichtenagentur bezeichnet den Liebhaber schwerer Motorräder wegen seiner reißerischen Thesen einmal als «menschlichen Abschaum». Erst kürzlich hat sich Bolton wieder für einen Präventivschlag der USA gegen Nordkorea ausgesprochen. Die «Los Angeles Times» beschrieb ihn als «neokonservativen Kampfhund». Als George W. Bush ihn zum UN-Botschafter machte, schrieben 100 US-Diplomaten einen Brief an die Senatoren und forderten sie auf, der Nominierung nicht zu folgen.

Der republikanische Senator Rand Paul unterstellte Bolton, dieser sei «besessen, praktisch jeden Fehler zu wiederholen, den die US-Außenpolitik in den vergangenen 15 Jahren begangen hat».

23:15 22-03-2018
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