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Hilfsorganisation: Verschüttete können etwa drei Tage überleben


«Das ist abhängig von der Witterung und von der Trümmerstruktur, von den Hohlräumen, in denen sich die noch Lebenden befinden», sagt der Deutschen Presse-Agentur dazu Daniela Lesmann, die Leiterin der Hilfsorganisation I.S.A.R. in Duisburg, die auf die Rettung Verschütteter - gerade von Erdbebenopfern - spezialisiert ist.

Grob gilt demnach «72 Stunden plus minus einige Stunden». «Es ist sehr erstaunlich, wie viel Menschen aushalten können. Ohne zu essen kann man einige Tage überleben. Ohne Wasser wird es nach 72 Stunden, je nach Witterung, sehr sehr schwierig.»

Bei der Suche nach Verschütteten arbeite man mit Tieren, erläutert Expertin Lesmann. Rettungshunde zeigten noch Lebende an. Danach werde mit Klopfzeichen die genaue Lage der Verschütteten näher eingekreist. «Und dann ist es wichtig, dass ich als Opfer mich auf diese Klopfzeichen hin bemerkbar mache. Wir haben technische Geräte, die den Schall so verstärken, dass schon kleinste Geräusche, etwa auch das Kratzen mit dem Fingernagel über den Beton, hörbar sind. Kleinste Laute, die man dann noch von sich geben kann, können helfen.»

Dann werde vorsichtig ein Loch gebuddelt. Als Opfer müsse man sich dann so ruhig wie möglich verhalten, was natürlich enorm schwer sei.

Die Organisation I.S.A.R. Germany (Abkürzung für International Search-and-Rescue; ausgesprochen «Isar») wurde 2003 in Duisburg gegründet. In ihr sind Spezialisten verschiedener Hilfsorganisationen und aus dem Bundesverband Rettungshunde zusammengeschlossen.

03:06 21-09-2017




 
 
 
 
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