Wednesday, October 17, 2018   Last Update: 9:20 PM EST
decrease text size increase text size
Slide background
Slide background
Suchen:      



Hardliner Wauquiez soll Frankreichs Konservative aus der Krise führen


Die Partei von Nicolas Sarkozy ist nach den Wahldebakeln angeschlagen und hat prominente Köpfe an Präsident Emmanuel Macron verloren. Der neue Parteichef will mit klarer Kante dagegenhalten - er steht für eine bürgerliche Rechte, die «wirklich rechts» ist.

«Heute Abend ist der Beginn einer neuen Ära für die Rechte», sagte Wauquiez. Seine Anhänger bejubelten ihn mit Rufen «Wir sind zurück». Der neue Chef der Republikaner setzt auf klare Kante gegen den sozialliberalen Präsidenten Emmanuel Macron: Sein Credo lautet, die bürgerliche Rechte müsse «wirklich rechts» sein. Wauquiez, der unter Präsident Sarkozy 2010/2011 kurzzeitig Europaminister war, tritt für ein starkes Frankreich ein und fiel in den vergangenen Jahren mit EU-skeptischen Positionen auf.

Die Republikaner waren in eine Krise gestürzt, nachdem ihr Präsidentschaftskandidat François Fillon bei der Präsidentenwahl schon im ersten Wahlgang ausgeschieden war. Bei der Parlamentswahl im Juni erlitt die bürgerliche Rechte eine weitere Schlappe gegen das Lager des sozialliberalen Präsidenten Emmanuel Macron.

Dieser hatte die Partei zusätzlich geschwächt, indem er mehrere prominente konservative Politiker in seine Regierung holte - darunter Premierminister Edouard Philippe. Ein Teil der Republikaner zeigte sich daraufhin offen für eine Zusammenarbeit mit der Regierung und hat inzwischen eine eigene Partei gegründet.

Wauquiez vertritt einen harten Kurs in der Einwanderungspolitik, eine Allianz mit der Front National von Rechtspopulistin Marine Le Pen schloss er aber aus. In der Europapolitik sprach er sich in der Vergangenheit etwa für die Abschaffung der EU-Kommission und des Schengenraums für Reisen ohne Grenzkontrollen aus, die EU wollte er auf einen harten Kern aus höchstens einem Dutzend Staaten beschränken. Einen in seinen Augen zu großzügigen Sozialstaat bezeichnet er einmal als «Krebsgeschwür der französischen Gesellschaft». Im parteiinternen Wahlkampf versprach er jedoch auch, die Republikaner zu einen. Dafür müsste er auch den moderaten Flügel einbinden.

Wauquiez ist Präsident der Region Auvergne-Rhône-Alpes, in deren Zentrum Lyon liegt. Seinen zwei wenig bekannten Gegenkandidaten Florence Portelli und Maël de Calan waren bereits im Vorfeld kaum Chancen zugeschrieben worden. Die Beteiligung an der elektronischen Direktwahl lag bei rund 42,5 Prozent der Parteimitglieder.

20:32 10-12-2017




 
 
 
 
Niche
European Deli
Washington Sängerbund
 
sb btm
 

Anzeigen

1
 
2
 
3