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Geniales, Verrücktes, Eitles: Patente schützen geistiges Eigentum


Wie die Comicfigur Daniel Düsentrieb die Welt mit Erfindungen beglücken - das geht im echten Leben nur mit Patent. Mancher Star hält selbst eigene Sprüche für schützenswert - Trump zum Beispiel.

Zehntausende Firmen, Universitäten und Privatleute in aller Welt sind ständig auf der Suche nach der nächsten genialen Idee. Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 230 000 Patente bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (Wipo) angemeldet. Hier zum Welttag des Geistigen Eigentums (26. April) einige patentgeschützte Erfindungen, die nicht mehr wegzudenken sind. Und ein paar andere.

BARCODE UND SCANNER, 1979: Das amerikanische Technologie-Unternehmen NCR meldet bei der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (Wipo) in Genf ein «optisches Daten-Lese-System» zum Patent an. Es hört sich fast an, wie ein Zauberstab, der Daten lesen und an den Computer übertragen kann. NRC ist heute Weltmarktführer bei Scannerkassen und setzt Milliarden um.

SOLARZELLE, 1979: Aus Frankreich kommt die zum Patent angemeldete Idee zu einer dehnbaren weichen Schicht, die photovoltaische Zellen verbindet und schützt. Der Zweck: «Herstellung von elektrischem Strom durch Solarenergie».

3-D-DRUCKER, 1994: Aus der amerikanischen Eliteuniversität MIT stammt die Erfindung eines Druckersystems, das dreidimensionale Ergebnisse herstellen kann, indem es Schichten von porigem Material mit Tropfen von Klebemittel verbindet.

BLUETOOTH, 1998: Der schwedische Handy-Hersteller Ericsson meldet ein Drahtlos-Netzwerk «mit Meister und Sklaven» zum Patent an. Im Jahr 2000 stellt die Firma das Gerät auf der Messe CeBIT in Hannover vor. Der Name soll auf «Harald Blauzahn» zurückgehen, einen dänischen König, der im 10. Jahrhundert Teile Dänemarks und Norwegens vereinte.

IPOD, 2005: Die Firma Apple meldet ein Gerät zum Patent an, das eine Playlist auf effiziente Weise formen kann, wie es heißt. Weitere Aspekte laut Antrag: Datenspeicher, wiederaufladbare Batterie.

FACEBOOK, 2006: Ein gewisser Erfinder namens Mark Zuckerberg ist hier gelistet, der ein soziales Netzwerk-System anmeldet. Ziemlich kompliziert wird ein Prozess beschrieben, wie ein Mitglied ein anderes Mitglied identifiziert, von Daten und Input ist die Rede. Heute heißt das einfach: Freunde hinzufügen und entfernen.

Nicht alle Erfindungen hatten so durchschlagenden Erfolg. In den USA gab es zum Beispiel 1982 ein Patent auf eine Anti-Ess-Gesichtsmaske, mit der jemand Übergewicht in den Griff bekommen wollte. Es war eine Art Maulkorb für Menschen, gesichert mit Vorhängeschloss. 2006 wurde ein Schluckauf-Gerät patentiert, das den armen Schlucker angeblich während des Trinkens durch Nervenstimulation heilen kann. Auch das 2004 patentierte Freihand-Handtuch - durch ein Band um den Hals zu tragen, «um Verlust, Diebstahl und Verschmutzung vorzubeugen» - hat es bislang nicht in die Supermarktregale geschafft.

Dann sind da noch die Prominenten: Sternchen Paris Hilton schaffte es 2007, sich den angeblich unverwechselbaren Ausdruck «That's hot» (etwa: echt heiß) schützen lassen. Ein Grußkartenhersteller verletzte ihre Rechte und musste zahlen. Ein anderer Reality-Show-Star scheiterte aber mit dem Versuch, sich einen Ausdruck schützen zu lassen: «The Apprentice»-Moderator, Donald Trump, heute US-Präsident, wollte sich 2004 den Höhepunkt der Sendung, den Ausruf «You're fired!» (Du bist gefeuert) schützen lassen. Das Patentamt lehnte ab.

03:03 21-04-2017




 
 
 
 
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