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Forscher Vettel: Nächste WM wird «ein Spaziergang»


Die Formel 1 führt in Abu Dhabi den Schlussakt der Saison auf. Weltmeister Lewis Hamilton und Widersacher Sebastian Vettel sind zu Scherzen aufgelegt. Doch ihr Blick geht schon über das Finale hinaus.

Der 20. und letzte Grand Prix des Jahres am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) auf dem Yas Marina Circuit dient Vettel und Hamilton bereits als Startrampe für den Wettlauf um Titel Nummer fünf in der kommenden Saison. «Wir haben unsere Lektionen gelernt. Wir haben die richtigen Leute, wir haben alles, was wir brauchen», versicherte Vettel wohl auch an die Adresse des direkt neben ihm platzierten Mercedes-Stars. Der Hesse verstieg sich gar zu der ziemlich forschen Aussage: «Wenn wir den gleichen Schritt vorwärts machen wie in diesem Jahr, dann sollte es ein Spaziergang werden.»

Doch es dürfte etwas mehr als starke Worte benötigen, um Hamilton und Mercedes ins Wanken zu bringen. Zum vierten Mal in Serie räumten die Silberpfeile Fahrer- und Teamtitel ab, der Branchenführer behauptete sich in diesem Jahr trotz einer umfassenden Regelreform. «Doch egal, was in unserem Trophäenschrank in der Fabrik steht - unser Fokus liegt stets auf dem nächsten Rennen und der nächsten Weltmeisterschaft», versprach Teamchef Toto Wolff.

Auf Selbstzufriedenheit und Nachlässigkeit bei Mercedes darf Ferrari beim nächsten Anlauf kaum hoffen. «Niemand ist perfekt, wir müssen alle an uns arbeiten, auch ich. Sonst wird das Ergebnis nächstes Jahr anders aussehen», sagte Hamilton, der schon seit dem drittletzten Saisonlauf in Mexiko als Weltmeister feststeht.

Der Hunger nach mehr aber ist weiter groß - auch wenn es lediglich um die Zahl der Siege in Abu Dhabi geht. Vettel und Hamilton haben auf der Yas-Insel bislang je dreimal gewonnen. «Wir haben da ja unseren Kampf, jeder will immer vor dem anderen sein. Ich gehe hoch motiviert in dieses Wochenende», sagte Hamilton.

Für Vettel steht sogar noch die Vize-Weltmeisterschaft auf dem Spiel, die bei 22 Punkten Vorsprung auf Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas aber nahezu sicher scheint. Am Ende geht es dem 30-Jährigen ohnehin nicht um zweite Plätze. «Wir waren in diesem Jahr nah dran, aber nicht nah genug, als es zählte», sagte der Heppenheimer. Noch immer schmerzen die Pannen und Patzer, die ihn nach der Sommerpause den WM-Titel kosteten.

«Einige Lektionen waren offensichtlich, andere waren tiefer verborgen. Aber wir werden tief genug graben», sagte Vettel. Ferrari brenne auf die Revanche 2018. Eine kleine Warnung aber gab Vettel bei allem Optimismus seinem Team und den titelhungrigen Tifosi doch mit auf den Weg in die nahende Winterpause: «Der finale Schritt ist immer der härteste.»

14:03 23-11-2017




 
 
 
 
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