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Eon-Finanzchef verteidigt Vorstoß bei Uniper-Verkauf


Dass diese Entscheidungen mitunter nicht einfach sein würden, sei bewusst in der gewählten Struktur angelegt gewesen. «Es ist unbestritten, dass die gesamte Uniper-Mannschaft einen tollen Job macht», sagte er und sieht den möglichen Käufer des eigenen 47-prozentigen Anteils als gute Option für die Zukunft: «Fortum hat sich sehr positiv über Uniper und deren Management geäußert und erklärt, ein strategischer, konstruktiver Investor sein zu wollen.»

Der deutsche und der finnische Konzern hatten am Mittwoch mitgeteilt, dass sie sich in fortgeschrittenen Gesprächen über einen Verkauf der verbliebenen milliardenschweren Eon-Beteiligung an Uniper befinden. Damit überrumpelten die beiden Uniper-Chef Klaus Schäfer. Dieser äußerte sich kritisch. «Dieser Vorstoß kommt unaufgefordert und passt nicht zu unserer Strategie, die wir mehrfach öffentlich erläutert haben.»

Derzeit hält Eon noch knapp 47 Prozent an Uniper, kann seinen Anteil aber aus steuerrechtlichen Gründen erst im kommenden Jahr verkaufen. Der hoch verschuldete Eon-Konzern könnte für sein Aktienpaket mit einem Gesamterlös von 3,8 Milliarden Euro rechnen.

Uniper beschäftigt 13 000 Mitarbeiter und ist mit einer Erzeugungskapazität von rund 40 Gigawatt einer der führenden Stromproduzenten Europas. Der Kraftwerkspark von Uniper bildete lange das Rückgrat von Eon, bis das Unternehmen 2016 unter dem Druck der Energiewende sein altes Kerngeschäft mit Großkraftwerken und dem Energiehandel abspaltete.

12:04 23-09-2017




 
 
 
 
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