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Deutsche Wirtschaft warnt vor Aufkündigung von Atomabkommen mit Iran


Ein solcher Schritt wäre «ein harter Schlag ins Kontor der deutschen Wirtschaft», sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Damit würde ein großes Potenzial in den wieder aufgebauten Handelsbeziehungen mit dem Iran ungenutzt bleiben. Deutschland ist die größte Volkswirtschaft Europas und die viertgrößte weltweit.

Zudem würde sich Treiers Worten zufolge eine neue große Unsicherheit für die Unternehmen ergeben, die inzwischen wieder Iran-Geschäfte und gleichermaßen USA-Geschäfte machten. Neue Strafen in den USA könnten drohen, warnte der DIHK-Außenwirtschaftschef ferner.

US-Präsident Donald Trump hatte in seiner ersten Rede vor der UN-Vollversammlung in New York am Dienstag nahegelegt, dass er das Atomabkommen mit dem Iran aufkündigen könnte. Der US-Präsident muss dem Kongress bis 15. Oktober mitteilen, ob sich der Iran an das Abkommen hält und dieses weiter im Interesse der USA liegt.

Sollte Trump die im Oktober anstehende Bestätigung aussetzen, würde der US-Kongress innerhalb von 60 Tagen über die Wiedereinführung von umfassenden Sanktionen entscheiden. «In der Praxis käme dies einer Aufkündigung des Atomabkommens durch die USA gleich», sagte Treier.

Die deutsch-iranischen Handelsbeziehungen haben laut dem DIHK seit der weitestgehenden Aufhebung der Wirtschaftssanktionen im Januar 2016 zufolge zugelegt. Von Januar bis Juli 2017 sei der Außenhandel gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gestiegen. Deutschland habe Waren im Wert von 1,6 Milliarden geliefert, Iran im Umfang von 231 Millionen Euro.

10:03 20-09-2017




 
 
 
 
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