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» Der WM-Müller ist wieder da – Spanien-Tor «viel zu schön» für ihnVon Jens Mende und Klaus Bergmann, dpa(Foto – aktuell vom 22.3.)



Ein typisches Müller-Tor war es nicht, das 1:1 gegen Spanien. Aber ein Signal: Wenn die Weltmeisterschaft ansteht, ist Thomas Müller da. Mit dem 38. Länderspieltreffer verdrängt er Bierhoff aus den Top Ten.

«Das Tor war super gemacht. Es war ein klasse Schuss. Thomas Müller macht immer wichtige Tore», lobte Bundestrainer Joachim Löw den inzwischen 28-jährigen Bayern. Mit dem 1:1 gegen Spanien hat Müller nun 38 Mal in 90 Länderspielen getroffen und damit DFB-Manager Oliver Bierhoff aus den Top Ten der besten deutschen Torschützen verdrängt.

«Beim Aufwärmen habe ich den Schuss schon zwei-, dreimal geübt. Da hat es schon ganz gut geklappt. Aber da war er noch ein bisschen flach. Im Spiel hat er dann super funktioniert», berichtete Müller über die Entstehungsgeschichte seines umjubelten Treffers in Düsseldorf. Aus 20 Metern segelte der Ball ins spanische Tor.

«Nee», bemerkte Teamkollege Toni Kroos schmunzelnd. Ein typisches Müller-Tor sei das nicht gewesen: «Es war eigentlich viel zu schön. Aber es hat uns gut getan.» Denn es war vor allem Müller, der sich gegen die Überlegenheit der Gäste in der ersten halben Stunde wehrte, wie auch Löw befand: «Wir waren ein bisschen giftiger.»

Auf die nächste Müller-Show müssen die deutschen Fans nun ein bisschen warten. Der Bundestrainer hat erst einmal genug gesehen von den positiven Qualitäten seines Torjägers Nummer eins und verordnete Müller einen kleinen Zusatzurlaub. Am Dienstag gegen Brasilien will er andere personelle Optionen testen.

Müller geht davon aus, dass die Nationalmannschaft auch ohne ihn die Ungeschlagen-Serie auf 23 Spiele ausbauen und damit den Rekord aus den Zeiten unter Jupp Derwall nach mehr als 37 Jahren einstellen kann. «Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß. Ich denke mal nicht, dass wir am Dienstag verlieren. Wir haben eine super Truppe und diese Statistikspielchen sind etwas für die Gazetten», sagte Müller.

Beide Teams werden in Berlin aber auch das Spiel dazu nutzen, «um in einigen Bereichen zu schrauben», ergänzte der Offensivmann: «Sowohl offensiv als auch defensiv. Das Timing von Laufwegen, Abstimmung, Pressing-Situation.» Die Brasilianer würden etwas anders spielen als Spanien, «nicht ganz so clever hinten raus». Dafür erwartet Müller den Rekordweltmeister mit noch direkterem Zug zum Tor, noch besser im Eins-gegen-Eins: «Deshalb wird das auch ein hochinteressanter Klassiker.» Auch ohne Thomas Müller.

12:11 24-03-2018
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