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«Da war ich sofort dabei»: Roland Emmerich erhält Carl Laemmle Preis


Einen so berühmten Filmproduzenten begrüßt Laupheim wohl nicht alle Tage: Roland Emmerich nahm in der Stadt den ersten Carl Laemmle Produzentenpreis entgegen. Dabei gab sich der Hollywood-Star ganz bescheiden - grüßte Mutter, Schwester und seinen «zukünftigen Mann».

Denn die Aufregung war groß in der oberschwäbischen Kleinstadt: Zum einen feiert die Kommune in diesem Jahr den 150. Geburtstag des Filmpioniers Carl Laemmle, der 1867 in Laupheim geboren wurde und im Alter von 17 Jahren in die USA auswanderte. Dort gründete der «kleine große Sohn» der Stadt - Laupheims Oberbürgermeister Rainer Kappellen spielte damit auf Laemmles Körpergröße von 1,57 Meter an - die Universal-Studios. Seitdem gilt er als Gründervater der Film- Traumfabrik Hollywood.

Für Laupheim ist er aber vor allem ein Schwabe, der Filmgeschichte schrieb. Um dem gebührend Rechnung zu tragen, schufen die Stadt und die Allianz Deutscher Produzenten einen Lebenswerkpreis für Filmproduzenten - eben jenen Carl Laemmle Produzentenpreis, der am Freitag in Form eines weißen Lämmchens zum ersten Mal verliehen wurde.

Wer der allererste Preisträger der Auszeichnung werden sollte, war wohl recht schnell klar. Denn es gibt noch einen zweiten Schwaben, der Filmgeschichte in Hollywood geschrieben hat: Roland Emmerich. Der 61-Jährige wurde in Stuttgart geboren und mit Blockbustern wie «Independence Day», «Godzilla» und «The Day After Tomorrow» berühmt. Emmerich zähle heute zu den erfolgreichsten Filmemachern aller Zeiten, sagt der Jury-Vorsitzende der Produzenten-Allianz, Martin Moszkowicz. «Sein Kino ist längst Teil der Filmgeschichte geworden und fasziniert ganze Generationen.» Die Laudatio hält an diesem Abend Schauspieler Jürgen Prochnow, der ebenfalls in den USA erfolgreich ist. Emmerich sei längst eine Hollywood-Legende wie Laemmle, sagt er über den 61-Jährigen.

Emmerich selbst erinnert sich in seiner Dankesrede an seine Zeit als Student der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film. Als Schwabe sei er dort stets ein wenig belächelt worden, erzählt der Produzent. Doch dann habe er gehört, dass der Universal-Gründer in Hollywood ebenfalls aus dem Ländle gekommen sei und habe ihm seinen ersten Film gewidmet. «Er war für mich immer ein Vorbild.» Als er unlängst die Information über die Auszeichnung bekommen und vor allem den Namen des Preises gehört habe, sei er sofort dabei gewesen, sagte Emmerich. Er habe schon einen Bambi, da passe ein Lämmchen gut dazu. «Ich stelle sie nebeneinander, in meiner Küche.»

Und dann bringt der Filmregisseur noch ein wenig Romantik in die Preisverleihung, zu der unter anderem auch die Schauspielerinnen Jutta Speidel und Veronica Ferres, der Schauspieler Götz Otto und die Autorin Doris Dörrie kamen: Er dankt Mutter und Schwester, die ihn auf seinem Weg stets unterstützt hätten, und wendet sich schließlich an seinen Lebensgefährten Omar de Soto. «Mein zukünftiger Mann, oder wie nennt man das auf Deutsch», fragt Emmerich. «Wir sind seit achteinhalb Jahren zusammen und diesen Sommer heiraten wir.»

22:05 17-03-2017




 
 
 
 
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