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» Blutskandal in afghanischer Armee – Bericht warnt vor fehlenden Daten



In dem Bericht heißt es unter Berufung auf einen Berater in der Rekrutierungsstelle der Armee, es seien bereits Soldaten gestorben, weil ihnen nach Verwundungen Blut der falschen Blutgruppe gegeben worden sei.

Die radikalislamischen Taliban haben seit Ende der Nato-Kampfmission im Dezember 2014 ihre Angriffe auf Sicherheitskräfte und Regierung stark intensiviert. Schon 2016 waren nach offiziellen Angaben mehr als 8000 Soldaten und Polizisten ums Leben gekommen und mehr als 14 000 verletzt worden. 2017 waren die Zahlen erstmals zensiert worden.

Sigar sagt, dass allein zwischen Januar und Juli 2017 etwa 15 400 neue Rekruten ohne Bluttests in das Militär eingetreten seien. Grund sei, dass die Rekrutierungszentrale nicht die nötige Ausrüstung habe. Stattdessen würden die Männer zu örtlichen Ärzten geschickt und müssten für die Tests auch selber bezahlen. Hinweisen zufolge hätten manche Ärzte die Formblätter abgestempelt, ohne Blut abgenommen oder den Patienten untersucht zu haben. Eine «verdächtig hohe Anzahl der Soldaten» habe nun die gleiche Blutgruppe. Zudem seien Personaldaten, inklusive medizinischer Informationen, selten vollständig erfasst.

07:08 23-03-2018
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sb btm

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