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Anschlag auf Hotel in Mali: Auch zwei EU-Mitarbeiter tot


Ausländer sind in Mali nirgends sicher. Das ist offenbar die Botschaft der islamistischen Terroristen in dem Land. Mit ihrem jüngsten Anschlag auf ein Touristenhotel wollen sie Angst verbreiten.

Malis Innenminister Salif Traoré sprach von einem Terroranschlag. In Mali kommt es immer wieder zu Angriffen islamistischer Extremisten. In dem Sahara-Staat sind mit Al-Kaida verbundene Terrorgruppen aktiv.

Bei der Attacke vom Sonntagabend auf das Hotel «Campement Kangaba» südlich der Hauptstadt Bamako wurden acht Menschen verletzt, 36 weitere konnten unverletzt in Sicherheit gebracht werden. Darunter waren auch 13 Franzosen. Dem Auswärtigen Amt in Berlin zufolge waren unter den Toten und Verletzten keine deutschen Staatsangehörigen.

Ein rasches Einschreiten verhinderte offenbar Schlimmeres: An dem Einsatz waren Augenzeugen zufolge Sicherheitskräfte Malis, Frankreichs, der UN und der USA beteiligt.

Der Norden Malis war 2012 vorübergehend in die Hände islamistischer Extremisten und anderer Rebellengruppen gefallen, sie konnten aber nach einer Intervention französischer Streitkräfte zurückgedrängt werden. Eine UN-Mission soll zur Umsetzung eines Friedensabkommens beitragen. An der Mission beteiligen sich auch etwa 800 Bundeswehr-Soldaten.

Seán Smith, Westafrika-Experte der Risikoberatung Verisk Maplecroft, sagte: «Der Angriff zeigt, dass die bislang hauptsächlich auf den Norden beschränkte Gefahr des Terrorismus inzwischen über praktisch jedem Landesteil schwebt.» Der Anschlag zeige auch, dass es Terroristen weiter darum gehe, von Ausländern frequentierte Ziele anzugreifen, um Aufmerksamkeit zu erzielen.

Erst vor gut einer Woche hatte die US-Botschaft in Mali vor einer möglichen erhöhten Gefahr durch Anschläge gegen bei Ausländern beliebte Ziele in Bamako gewarnt. Man solle Orte mit unzureichender Sicherheit wie Hotels, Restaurants und Kirchen meiden, hieß es.

Im November 2015 hatten Terroristen das Radisson-Hotel in Bamako angegriffen. Dabei nahmen sie rund 100 Gäste als Geiseln und töteten etwa 20.

15:08 19-06-2017




 
 
 
 
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